Page 7 - AKTUELLE AUSGABE KEMPENKOMPAKT
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den, mit Pause im Golfklub lieber 2 1/2 Stunden, sollte man ein-
planen. Hinter der Tennisanlage von Rot-Weiß am Waldschlößchen
biegen wir ab in die Felder Richtung Mühlhausen. Da das Wetter
der letzten Wochen mit viel Regen und wenig Sonne kein Mutma-
cher war, sind nur wenige Radler heute unterwegs. Wer sich aber
aufgemacht hat, kann sich an der erwachenden Natur und tieri-
schen Gästen in den Wiesen und Feldern erfreuen. Gänse genießen
die ersten wärmenden Sonnenstunden und hinter der Niersbrücke
bei Mühlhausen suchen die Schwäne in den leicht überfluteten
Wiesen ihre Ruhe und nach Essbarem. Auch bunte Frühlingsboten
lassen nicht auf sich warten. Krokusse und Osterglocken sind die
ersten bekannten Farbtupfer des Jahres am Wegesrand, die man
gerne wahrnimmt.
Immer leicht steigend geht es hinter Grefrath die alte Bahntrasse
hinauf. Man folgt immer den bekannten rot-weißen Fahrradschil-
dern. Oben am Schlickecker Berg, genau gesagt am Knotenpunkt
63, machen wir eine Trinkpause und biegen rechts ab. Der Hins-
becker Kirchturm winkt in der Ferne. Im Sport- und Erlebnisdorf Malerische Krickenbecker Seen im Nachmittags Licht
angekommen machen wir einen kurzen Abstecher zum Skulptu-
renpark. Dieser bietet neben Kunst und Geschichte (einen über Bestens gelaunt und mit Wärme im Bauch starten wir auch den
1,2 Millionen Jahre alten Findling, gefunden am nahe gelegenen Heimweg. An den Krickenbecker Seen machen wir noch einen kur-
Schloss Krickenbeck) auch florale Höhepunkte. Zahlreiche Krokus- zen Stopp. Das Licht ist heute besonders schön. Die Nachmittags-
se sind bunte Boten der im März nicht mehr aufzuhaltenden Natur. sonne gibt noch einmal alles rund um die niederrheinische Traum-
Jetzt aber auf zum nahen Golf Club Haus Bey. Wir haben nach den landschaft der Seenplatte. Der Glabbacher Bruch, Hombergen und
ersten 15 Kilometern richtig Lust auf einen wärmenden Cappucci- die Hinsbecker Wälder gehören sicher zu den schönsten Fleckchen
no. Der tut so richtig gut. Erde in unserer Region. Wir fahren Richtung Blaue Lagune und
müssen uns noch einmal eine Steigung hochkämpfen. Dann rollen
wir aber endgültig Richtung Heimat. Die Sonne zieht sich zurück
und es wird schnell kühl. Vor Mariendonk gibt es noch ein erfreu- 7 7
liches Tiererlebnis. Die Weißstörche sind zurück. Das Paar, dass
schon länger nahe Vinkrath einen Horst bewohnt, ist zurück am
Niederrhein. Herzlich willkommen. Kempen ist erreicht. Etwas
mehr als zwei Stunden herrlicher, vorfrühlingshafter Radspaß lie-
gen hinter uns!
Text + Fotos: Uli Geub

